KI-Begleiter: die Datenschutz-Checkliste
Diese Apps sammeln die intimsten Daten der gesamten Consumer-Software. Das sollten Sie prüfen, bevor Sie etwas Persönliches schreiben.
Von Redaktion
- Datenschutz
- Ratgeber
Ein KI-Begleiter hält eine Datenkategorie, die sonst fast nichts hält: was Sie sagen, wenn Sie glauben, dass niemand urteilt. Das verdient mehr Aufmerksamkeit, als es üblicherweise bekommt.
Fünf Punkte zum Prüfen
- Training. Steht in der Richtlinie, dass Ihre Gespräche zur Verbesserung der Modelle genutzt werden dürfen? Suchen Sie nach einer Widerspruchsmöglichkeit, die im Gratis-Tarif verfügbar ist, nicht nur im Bezahltarif.
- Speicherdauer. Wie lange bleiben Gespräche nach dem Löschen erhalten? „Sofort gelöscht“ und „innerhalb von 90 Tagen aus den Backups entfernt“ sind nicht dasselbe Versprechen.
- Export. Können Sie Ihren Verlauf in einem lesbaren Format herunterladen? Wenn nicht, gehört er Ihnen nicht wirklich.
- Dritte. Welche Analyse- und Werbe-SDKs stecken in der Mobile-App? Diese Apps tragen oft mehr mit sich, als man vermutet.
- Rechtsordnung. Wo ist das Unternehmen eingetragen, und an welche Aufsichtsbehörde würden Sie sich wenden? Für europäische Nutzer macht eine EU-Gesellschaft DSGVO-Rechte praktisch durchsetzbar, nicht nur theoretisch.
Gute Gewohnheiten
Nutzen Sie eine eigene E-Mail-Adresse. Geben Sie keinen echten vollständigen Namen, keinen Arbeitgeber und keine Adresse an, auch nicht im Rollenspiel. Gehen Sie davon aus, dass alles, was Sie schreiben, eines Tages von einem Menschen gelesen werden könnte: Auf den meisten Plattformen ist das möglich.
Wie eine gute Richtlinie aussieht
Die Apps, die bei diesem Kriterium am besten abschneiden, teilen drei Merkmale: eine Richtlinie in klarer Sprache, einen funktionierenden Export-Button und eine ausdrückliche Aussage zu Trainingsdaten. Nichts davon ist technisch schwierig. Sein Fehlen ist eine Entscheidung.